Wie Bakterien wie Legionellen in Wassertanks entstehen
Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in Wasser und Boden vorkommen und unter normalen Bedingungen kein Problem darstellen. Das Risiko entsteht, wenn sie ein Umfeld finden, in dem sie sich bis zu hohen Konzentrationen vermehren können – und dieses Umfeld hat sehr konkrete Bedingungen, die sich in schlecht gewarteten Wassertanks leider leicht einstellen: stehendes Wasser, milde Temperaturen und organisches Material oder Sediment als Nahrungsgrundlage.
Der Temperaturbereich ist einer der entscheidendsten Faktoren. Legionellen vermehren sich bevorzugt in lauwarmem Wasser, weder zu kalt noch zu heiß – ein Bereich, der in einer Zisterne oder einem Tank, der auf Mallorca einen großen Teil des Jahres in der Sonne steht, leicht erreicht wird, vor allem in den heißesten Monaten. Kommt hinzu, dass sich das Wasser kaum erneuert, weil der Behälter selten genutzt wird oder der Verbrauch im Haus gesunken ist, entstehen genau die Bedingungen, die diese Bakterien zum Ansiedeln und Wachsen brauchen.
Auch das Sediment am Boden des Behälters spielt eine wichtige Rolle. Mit der Zeit sammelt jede Zisterne und jeder Tank eine Schicht aus organischem Material, Staub, mineralischen Rückständen und Biofilm an – eine Art biologischer Belag, der an den Wänden haftet und sich durch die normale Wassernutzung allein kaum entfernen lässt. Dieser Biofilm dient Legionellen und anderen Mikroorganismen als Rückzugsort und schützt sie sogar vor der Wirkung von Desinfektionsmitteln, wenn die Reinigung nicht gründlich genug ausfällt.
Was die Gesundheitsrisiken angeht, erfolgt die Exposition gegenüber Legionellen vor allem durch das Einatmen feiner Tröpfchen kontaminierten Wassers in Aerosolform – etwa in Duschen, an Hähnen mit hohem Druck oder in Sprühbewässerungsanlagen – und weniger durch das Trinken. Gesundheitsorganisationen wie die Weltgesundheitsorganisation weisen seit Jahren auf die Bedeutung einer guten Wartung von Wassersystemen als allgemeine Vorbeugung gegen solche Bakterien hin, insbesondere bei Behältern, Kühltürmen und Netzen mit Abschnitten stehenden Wassers.
Die gute Nachricht ist, dass die Vorbeugung recht einfach ist, wenn sie regelmäßig erfolgt. Die regelmäßige Reinigung und Desinfektion des Behälters, bei der Sediment vom Boden und Biofilm von den Wänden entfernt wird, ist die wirksamste Maßnahme. Ebenso hilft es, zu vermeiden, dass Wasser über lange Zeiträume steht – den Behälter also auch bei geringem Verbrauch mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu erneuern – und darauf zu achten, dass das System nicht dauerhaft Abschnitte mit lauwarmem Wasser vorhält, etwa indem man die Dämmung stark besonnter Behälter überprüft.
Man muss kein Fachmann sein, um zu ahnen, dass etwas nicht stimmt: eine Zisterne, die lange nicht gereinigt wurde, Wasser mit Geruch oder Trübung oder ein Haus, das mehrere Monate geschlossen war, sind Anlass genug für eine fachliche Kontrolle, bevor die Anlage wieder normal genutzt wird. Bei Tuberías y Aljibes führen wir seit über vierzehn Jahren Reinigungen und Desinfektionen von Behältern auf ganz Mallorca durch, und wir empfehlen stets, diese Aufgabe als vorbeugende Wartung zu behandeln und nicht als Reaktion auf ein bereits sichtbares Problem. Bei Bakterien wie Legionellen ist Vorbeugen deutlich einfacher – und günstiger – als hinterher zu handeln.
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